Plattformen – Nicht öffnen, sondern demokratische Voraussetzungen schaffen!

Gerade erst habe ich unter http://blog.get-primus.net/dsgvo-heutige-gesetze-sind-fuer-die-digitale-gesellschaft-nicht-geeignet/ darauf hingewiesen, dass heutige Gesetze für die digitale Gesellschaft nicht geeignet sind, da legt der Bundestag mit einer breiten Zustimmung zum Antrag der Grünen https://dipbt.bundestag.de/doc/btd/19/018/1901852.pdf, Regelungen für „faire digitale Märkte – Wettbewerb und Datenschutz sicherstellen“, noch eins drauf.

Die Herausforderungen, auf welche ich bereits seit über einem Jahrzehnt hinweise, sind durch die rechtswidrigen Datenabflüsse von Facebook an Cambridge Analytica erst in den USA, dann in unseren Medien und schließlich in der deutschen Politik angekommen.
Leider bin ich mir sicher, dass die hier von den Grünen eingebrachten und von Teilen der Groko unterstützten Vorschläge (https://netzpolitik.org/2018/bundestag-ueberlegt-digitale-plattformen-zur-oeffnung-zu-verpflichten/ ) gut gemeint, aber sehr gefährlich für die Demokratie sind.
Die deutschen Politiker überschätzen ihre Möglichkeiten, den globalen Playern vorschreiben zu können, wie sie sich zu verhalten haben. Oder waren es gar die Lobbyisten der großen Player, die sich das in Teilen ausgedacht haben?

Interoperabilität zwischen den einzelnen Portalen soll gewährleistet werden. Gemäß Wikipedia ist „Interoperabilität die Fähigkeit unabhängiger, heterogener Systeme, möglichst nahtlos zusammenzuarbeiten, um Informationen auf effiziente und verwertbare Art und Weise auszutauschen bzw. dem Benutzer zur Verfügung zu stellen, ohne dass dazu gesonderte Absprachen zwischen den Systemen notwendig sind“.
Im Idealfall geht es also nicht nur darum, dass die verschiedenen Messanger-Dienste miteinander kommunizieren, sondern darum, auch die technischen Systeme aufeinander abgestimmt arbeiten zu lassen.
Es ist eine umfangreiche GISAD Studie nötig, um ausführlich auf alle geforderten Punkte einzugehen. Viele Forderungen sind einfach realitätsfern und auch widersprüchlich. Zum Beispiel kann man globale Internetunternehmen nicht in Deutschland zerschlagen. Auch widerspricht E-Privacy grundsätzlich den werbefinanzierten Geschäftsmodellen dieser Anbieter. Im Sinne ihrer Shareholder müssen sie Maßnahmen ergreifen, um möglichst hohe Werbeeinnahmen zu generieren. Wird das Regelkorsett zu eng, verlegen sie ihr Geschäft einfach auf andere Teile der Welt und hinterlassen bei uns dann ein Vakuum.
Die schöne Idee der Grünen aus Sicht einer vordigitalen Welt besteht darin, zu glauben, man könne durch einzelne Gesetze Wettbewerb in einer bereits monopolisierten globalen digitalen Welt erreichen. Folgt der Bundestag diesem Vorschlag, verspielt er den letzten Vertrauenskredit, den er beim Wähler in Sachen Digitalisierung noch hat.

Stellen wir uns einmal vor, wie sich der Straßenverkehr entwickelt hätte, wenn die Infrastruktur nicht dezentral von den einzelnen Regionen gebaut worden wäre. Ein globaler Autohersteller hätte ein sensationelles Geschäftskonzept, über welches er die Straßen auf der ganzen Welt finanzieren könnte. Damit alle diese Straßen auch benutzen, wäre das Fahren auf den Straßen für den Einzelnen kostenlos, solange er ein Auto dieses Autoherstellers mieten würde. Jeder, der ein Produkt auf den Parkplätzen anbieten wollte, müsste hierfür einen erheblichen Anteil seiner Einnahmen an den Autohersteller abgeben. Im Sinne des Geschäftsmodells und der Mehrheit würden nur Straßen bis hin zu zentralen Parkplätzen gebaut. Gleichzeitig würde der Autohersteller alle Grundstücke in der Nähe der Parkplätze kaufen, hierauf Wohnraum bauen und teuer vermieten. Der Staat fände es gut, sich nicht um den Straßenbau kümmern zu müssen.
In Folge gäbe es nur noch Feldwege zu weiter weg gelegenen Häusern. Güter jenseits der Parkplätze zu kaufen, würde unerschwinglich, weil die Logistikkosten für die Fahrten auf den nicht ausgebauten Wegen viel zu teuer wären. Der Staat hätte auch keine Steuereinnahmen mehr, um Straßen auszubauen, weil die Menschen, um die ständig steigenden Auto- und Wohnungsmieten überhaupt noch zahlen zu können, keine Steuern mehr zahlen würden. Hier würde man von einem gescheiterten Staat sprechen. Nach und nach würde der Autohersteller alle zuvor vom Staat erbrachten Leistungen übernehmen.

Ich möchte das Beispiel nicht überstrapazieren. Aber während glücklicherweise die Staaten ihre Verkehrsinfrastruktur selbst ausgebaut haben und im freien Wettbewerb die Autos vieler Autohersteller auf der ganzen Welt fahren können, ist die Situation des Internets viel bedrohlicher als im fiktiven Straßengeschäftsmodell. Weitgehend übernehmen nämlich heute die Staaten die teuren Infrastrukturkosten für den Mobilfunk und Festnetzausbau, überlassen aber die Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsverteilung dann wenigen globalen Anbietern, die sich so ungebremst ausbreiten konnten und noch nicht einmal Steuern zahlen.

In den nächsten maximal fünf Jahren wird sich zeigen, ob wir einen gescheiterten Staat erleiden müssen, oder ob der Staat es schafft, uns ins Zeitalter der digitalen Gesellschaft zu begleiten!

Der Vorschlag der Grünen ist ein Todesstoß für die Demokratie, weil er nicht „ein großer Gewinn für Verbraucherinnen und Verbraucher“ sein wird, sondern die Konsolidierung der Internetplattformen zu einer Oberfläche für alle beschleunigen wird. Diese Oberfläche wird das Werkzeug für eine totalitäre digitale Gesellschaft sein.
Die Konsolidierung wird nicht dazu führen, dass neue Startups eine Chance haben. Die hierzu nötige soziale Marktwirtschaft gibt es derzeit im Internet nicht. Eine Interoperabilität bedeutet eben nicht nur, dass die großen Player wie Facebook sich für kleine Plattformen öffnen, sondern auch die kleinen Plattformen für Facebook. Sieger der durch die Forderungen der Grünen angestoßenen Konsolidierung ist derjenige, der ein erprobtes Geschäftsmodell, die hierfür beste Technik, die entsprechenden Kunden und das meiste Geld besitzt.
Die Werbekunden sind bequem und risikoscheu. Sie möchten möglichst über einen vertrauten Anbieter die Kunden erreichen. Google, Amazon und Facebook wechseln ständig die technischen Bedingungen für Agenturpartner, einen Mix aus Informationen und Werbung für die Kunden optimal zu platzieren. Das zwingt Agenturen dazu, sich auf die großen Player zu konzentrieren. Bei Search Engine Optimierung ist die Agentur erfolgreich, die einen direkten Draht zu Google hat, etc..

  • Viele Werbekunden wollen ihre Produkte international über einen globalen Partner vermarkten. Wieso sollten die Werbekunden zu kleineren Plattformen wechseln, solange die Zusammenarbeit mit den vorhandenen Partnern funktioniert?
  • Es sind umfassende Datenmengen über jeden einzelnen erforderlich, um verwertbare zielgruppenoptimierte Werbung anbieten zu können. Diese Datenmengen haben kleine und neue Plattformen nicht!
  • Die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz kostet Milliarden. Dieses Kapital besitzen nur die ganz großen Player. Interoperabilität bedeutet, dass die Analysesysteme der großen Player auf noch mehr Informationen als in ihren eigenen geschlossenen Plattformen zugreifen können. Die kleinen Player können sich diese Technologien nicht leisten oder profitieren nicht, weil ihnen zu wenige Basisdaten zur Verfügung stehen.
  • Sollte doch einmal eine kleine Plattform ein besseres Konzept anbieten, würde sie von einem großen Player gekauft werden.
  • Ein Standard ist leichter zu manipulieren und überwachen als viele Standards.

Es würde schnell nur noch ein globaler Anbieter mit einer unangreifbaren Macht übrigbleiben. Den grünen Politikern rate ich dringend, einmal kritisch meine Argumente zu reflektieren, um nicht zum Erfüllungsgehilfen eines totalitären digitalen Systems zu werden!

Auch ich gehe in meinem neuen im Sommer bei Springer Vieweg erscheinenden Buch „Trusted WEB 4.0 – Masterplan für eine demokratische digitale Gesellschaft“ davon aus, dass eine Oberfläche oder besser, eine gleiche Schnittstelle zwischen Menschen und digitalen Angeboten in den nächsten Jahren kommen wird, weil sie vieles vereinfacht. Aber diese Schnittstelle muss Teil einer Infrastruktur mit Verfassungsrang sein, deren Konzept demokratisch gestaltet und überwacht wird. In Kombination mit einer Digitalverfassung wird hierdurch der Staat erst in der digitalen Gesellschaft legitimiert und handlungsfähig. Eine leistungsgerechte Wertschöpfungsverteilung für alle Anbieter ist durchsetzbar, wenn man, wie im Buch vorgestellt, ein auf die soziale Marktwirtschaft eines Landes abgestimmtes ganzheitliches Regelwerk einführt.
Man schafft so mit relativ kleinem Geld die Voraussetzung für die digitale soziale Marktwirtschaft, in der Deutschland schneller als andere Länder Industrie 4.0, eHealth, Smart Home und das autonome Fahren einführen kann, weil in einer WAN anonymen dezentralen Infrastruktur Datenschutz- und Datensicherheitsbedenken keine Marktbarrieren mehr aufbauen.

DSGVO – heutige Gesetze sind für die digitale Gesellschaft nicht geeignet!

Am 25. Mai 2018 tritt die neue europäische Datenschutz-Grundverordnung(DSGVO) in Kraft. Vier Jahre wurde mit zahllosen Änderungsanträgen hierum gerungen. Wie alle bisherigen Gesetze baut diese auf den Verfassungen der vordigitalen Gesellschaft auf. Warum wird es der Gesetzgeber nicht schaffen, das Ziel des Datenschutzes für den Einzelnen hiermit durchzusetzen? Am Beispiel der DSGVO sei hier gezeigt, wie komplex und umfassend die Herausforderungen der Digitalisierung sind und dass die Voraussetzungen für eine wirkungsvolle Umsetzung in der digitalen Gesellschaft von Gesetzgeber nicht berücksichtigt wurden.

Meine Forderung vorneweg: Wir brauchen eine Infrastruktur für eine Digitalverfassung, damit Gesetze im digitalen Zeitalter überhaupt ihre Wirkung entfalten können!

Gemäß den Trusted WEB 4.0 Kriterien sollen die Errungenschaften der vordigitalen Demokratien die Grundlage dafür bieten, um die Rechte, Pflichten und Ziele in der digitalen demokratischen Gesellschaft zu bestimmen.
Die digitale Gesellschaft unterscheidet sich von der vordigitalen Gesellschaft dadurch, dass zunehmend autonome Systeme eingesetzt werden, deren Entscheidungsbasis nicht mehr menschlich ist. Die ausgeführten Verfahren und Algorithmen entziehen sich dem menschlichen Verständnis und zunehmend seiner Einflussnahme, so nicht besondere Vorkehrungen getroffen werden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden solche Systeme im Sinne menschlicher Mehrheiten entscheiden.

Das wahrscheinlichste Zukunftsszenario auch für Deutschland ist eine totalitäre digitale Gesellschaft, vergleichbar mit dem chinesischen Social Credit System, welches bis 2020 verbindlich für jeden Chinesen eingeführt wird. Jeder erhält bei Geburt eine gewisse Punktzahl. Bei jeder Abweichung eines Bürgers von der gesellschaftlichen Norm werden Punkte abgezogen. In Zukunft wird wohl auch das digital dokumentierte Verhalten der Eltern in die Bewertung einfließen. Wer reisen, eine Familie gründen oder arbeiten will, muss eine bestimmte Zahl an Credits haben. Der Vorteil für Staaten ist die hohe wirtschaftliche Effizienz eines solchen Konzepts, welches in Bezug auf die Effizienzziele skalierbaren US-Geschäftsmodellen wie dem von Facebook entspricht. Zur Bewertung mit Social Credits ist zudem genau, wie bei der Bereitstellung von gezielter Werbung, die Erstellung eines möglichst genauen Personenprofils Voraussetzung. So bietet sich eine enge Zusammenarbeit zwischen Staaten und kommerziellen Datenverwertern an.
Von demokratischer Vielfalt geprägt, ist die heutige Rechtsprechung eher überreguliert, mit immerhin der guten Absicht, jedem Einzelfall gerecht zu werden. Für ein reines Denken in Mehrheiten ist eine solche Justiz uneffektiv. Sie spielt, wenn wir nicht sofort mit aller Kraft ein Demokratie erhaltendes Konzept für die digitale Gesellschaft entwickeln, in Zukunft keine Rolle mehr.

Auch das demokratische Rechtssystem strebt nach Verringerung von Verkehrsunfällen, einer Reduzierung der Kriminalität, etc.. Auch hier werden für Optimierungen im Promillebereich im Sinne der Mehrheit ständig weitere Einschränkungen für den Einzelnen hingenommen. Die Kosten zum Erhalt eines demokratischen Systems mit seiner Gewaltenteilung und seinen vielen Institutionen sind jedoch wesentlich höher, als die für ein über Social Credits in Kombination mit künstlicher Intelligenz gesteuertes System. Spielt nur der direkte Vergleich der Wirtschaftlichkeit eine Rolle, haben Demokratien in der digitalen Gesellschaft keine Berechtigung.
In der Vergangenheit haben Diktatoren ähnliche oder sogar höhere Kosten wie Demokratien aufbringen müssen, um ihre Macht zu erhalten. Das Social Credit System hat den Vorteil, dass es bei dem vordergründigen Diktat der Masse keinen Gegner gibt, den es zu bekämpfen lohnt. Totalitäre Staatslenker können hiermit ihre Macht ausbauen und sich wie in einer Demokratie von der Mehrheit legitimiert sehen. Ihre Interessen setzen sie hierbei durch Manipulation der Mehrheitsmeinung durch.

Die Anpassungsgeschwindigkeit eines Social Credit Systems, zum Beispiel an einen schnell auftretenden Klimawandel, ist wesentlich größer, als die in einer langsam entscheidenden Demokratie.
Ein weiterer Vorteil des Social Credit Systems ist, dass es einfach ist. Viele Menschen wollen sich nicht mit Problemen beschäftigen und lieben einfache Lösungen. Der Rechtstaat hingegen ist kompliziert. Er begünstigt zudem Know-how Träger, welche Gesetze für ihre Zwecke nutzen können.

Im konkreten Beispiel der DSGVO soll der Schutz der personenbezogenen Daten innerhalb der europäischen Union sichergestellt werden. Die DSGVO ist ein gutes Beispiel, um zu zeigen, wie die Rechtsprechung einerseits der vordigitalen Gesellschaft verhaftet bleibt und andererseits totalitäre digitale Systeme längst die Rechtsprechung konterkarieren.
Zum einen setzt die DSGVO die Entscheidungsfreiheit des Einzelnen und Zustimmung zum Umfang der Datenverarbeitung voraus. Zum anderen geht die DSGVO davon aus, dass dem Einzelnen die Mittel für Datenschutz und Datensicherheit zur Verfügung stehen. Beide Voraussetzungen sind aber gerade bei der Zielgruppe der Einzelpersonen, welchen die DSGVO einen höheren Schutz bieten soll, nicht erfüllt.
Erstens besteht beim Konsumenten eine echte Entscheidungsfreiheit gerade nicht gegenüber solchen Unternehmen, welche primär durch die Gesetzgebung geregelt werden sollen. Nach dem subjektiven Eindruck des Bürgers haben viele große Unternehmen die Totalitarismusschwelle bereits überschritten. Diese definiert sich durch die Einschätzung des Konsumenten von seiner Abhängigkeit von einem Unternehmen, seinen Kosten und Möglichkeiten der Ersatzbeschaffung eines ähnliches Produktes, seiner Möglichkeit der Rückabwicklung, also zum Beispiel der Übertragbarkeit seiner Datenbeständen von einem zum anderen Anbieter und den Kosten, die er für einen Technikersatz aufbringen muss. Wer seine Studienunterlagen nur bei Facebook beziehen kann, hat keine andere Wahl, als die Datenschutzerklärung von Facebook zu akzeptieren. Facebook ist sich dieser Macht bewusst und verschärft sogar seine Datenverwertung im Rahmen der DSGVO. Mit genügend eigenen Daten versorgt, benutzt es die DSGVO als Vorwand, um die Datenhändler zu kündigen. Der Einzelne muss nun sogar die Verwendung von biometrischen Daten in Form von Gesichtserkennung akzeptieren.
Zweitens sind Datenschutz und Datensicherheit derzeit für den Einzelnen nicht mehr herstellbar. Es besteht hieran bei der aktuellen deutschen Regierung auch kein echtes Interesse. Die Analyse des Koalitionspapiers weist eher auf einen weiteren Einbau von Türen für Staatstrojaner und Ausbau der Überwachungsmaßnahmen, sowie Speicherung und Austausch von immer mehr personenbezogenen Daten hin.
Auf der Stecke bleiben werden kleine Betriebe mit fehlendem Know-how und mancher Selbständige mit von Drittanbieten eingebauten Scripts.
Sicherlich ein wenig überzeichnet, aber dem Grundsatz entsprechend, alles was vereinbart ist, ist legal, habe ich für die Trusted WEB 4.0 Seiten nun neue Datenschutzbedingungen veröffentlicht, siehe Datenschutzrichtlinien . Diese haben die berechtigte Intention, Schaden von mir fern zu halten.

Nun, die Weichen für die Zukunft sind gestellt, oder? Wer soll denn ein Interesse an einer digitalen demokratischen Gesellschaft haben? Die Antwort ist einfach: „Minderheiten“.
Im Folgenden habe ich einige Minderheiten aufgeführt. Die Liste lässt sich fast beliebig verlängern: „Kreative, Intellektuelle, Intelligente, Liberale, Künstler, Schriftsteller, Journalisten, Philosophen, Leistungssportler, Vegane, Raucher, Behinderte, Mitglieder von Religionsminderheiten, Sammler, Dieselfahrer, ethnische Minderheiten, sprachliche Minderheiten (Dialekte), sexuelle Orientierung, soziale Schichten.“ Tatsächlich kann man heute nicht wissen, welches heutige digital dokumentierte Verhalten in Zukunft bei sich verändernden Normen sanktioniert werden wird.

Für die Demokratie lässt sich argumentieren, dass die meisten großartigen Ideen, die unsere westlichen Gesellschaften historisch weitergebracht haben, von individualistischen Einzelkämpfern entwickelt und durchgesetzt wurden. Nur, ob diese Langfristperspektive bei Überlegungen, auch bei uns schon vorhandene Scorewerte zu einem Social Credit System auszubauen, Berücksichtigung finden wird, ist fraglich.

Ein umfangreicher Katalog von Maßnahmen, den ich in meinem neuen Buch „Trusted WEB 4.0 – Masterplan für eine demokratische digitale Gesellschaft“ (erscheint im Sommer bei Springer Vieweg) veröffentliche, ist nötig.
Es geht darum, alle Kräfte, auch diejenigen, die derzeit als Verlierer und Kostenverursacher der Gesellschaft gelten, für die Demokratie zu mobilisieren. Es geht darum, Vorteile und Stärken der Demokratie zu identifizieren und diese in Digitalisierungskonzepten abzubilden. Es geht um eine technische Infrastruktur als Voraussetzung für eine Digitalverfassung, in der Wähler und Politik nicht über den Umweg ausländischer Werbeplattformen zusammenfinden. Anonymität und eine wesentlich erhöhte Datensicherheit für Einzelne können durch diese Infrastruktur sichergestellt werden. Das Buch bietet viele Ansätze, die weitergedacht und mit allen Leistungsträgern unserer Gesellschaft verhandelt werden müssen.

Haben wir noch genug Zeit?

Olaf Berberich

Strom intelligent verbrauchen oder wegwerfen?

Eine Gruppe von Herstellern und Energieberatern für Photovoltaik und Heizungstechnik sucht neue Stromverbraucher für die Sonnenmonate.
Über 50% des über Photovoltaikanlagen erzeugten Stroms wird per Gesetz beim Einsatz von Batterien in Spitzenzeiten abgeregelt, bei allen anderen PV-Anlagen immerhin noch bis zu 25% des Stroms.
Anders gesagt, dieser Strom wird weggeworfen, ohne dass durch die Produktion von mehr Strom die Produktionskosten steigen würden. Durch diese Maßnahme soll in den ertragsreichen Sonnenmonaten eine Überlastung des Stromnetzes verhindert werden.
Wer trotzdem mehr Strom produzieren will, muss ihn also selbst verbrauchen.

Wie kann im Privathaushalt die Convenience der Bewohner an Sonnentagen erhöht werden?
In einem ersten Test werden bis Mitte 2017 Eigenheime zur Steigerung des Komforts im Wohnbereich mit intelligenten und energieoptimierten Stromverbrauchern ausgestattet.
In einer GISAD Studie werden die Ergebnisse dieses Tests 2017 veröffentlicht werden. Bis auf die Sommermonate sollen durch ein intelligentes Heizkonzept 100% des produzierten Stroms im Eigenverbrauch verwendet werden.

Unternehmen haben viel mehr Potenzial, selbst erzeugten Strom weitgehend auch selbst zu nutzen, aber tun sie es auch?
Welche Maschinen und Geräte können gezielt in den Sonnenmonaten als Stromverbraucher eingesetzt werden? Welche Produkte können besonders in den Sonnenmonaten produziert werden? Rechnet sich die Reduzierung der Produktion an wolkenbedeckten Tagen?

Sowohl Hersteller, welche energieoptimierte Produkte für Endverbraucher anbieten, als auch Haushalte, welche selbsterzeugten Strom nicht wegwerfen wollen, können sich an dem Projekt beteiligen. Ebenfalls gesucht werden Produktionsunternehmen und Lösungen für die Produktion, bei denen eine Optimierung auf den PV-Ertrag möglich ist.

Kontakt: GISAD, Olaf Berberich Mail: pv@gisad.eu

Gesellschaftlichen Wandel gestalten mit Trusted Web 4.0

Durch das Internet werden immer mehr Menschen unmittelbar und in immer kürzeren Abständen durch Innovationen beeinflusst. Innovationen setzen sich oft willkürlich durch und ohne dass ihre gesellschaftlichen Konsequenzen hinterfragt wurden. Manche explosionsartigen Entwicklungen, zum Beispiel im Social Media und Suchmaschinen-Bereich, waren so selbst für die Initiatoren nicht vorhersehbar. Mal ist es eine besonders einfache Möglichkeit Fotos, Blogs, Videos ins Netz zu stellen, mal ist es das Gefühl, an einer Stelle alle Informationen finden zu können, welches viele Menschen gleichzeitig bewegt, das Gleiche zu tun. Es erfolgt ein Schneeballeffekt, dem sich kaum noch jemand entziehen kann.

Die meisten Menschen haben ein zwiespältiges Verhältnis zu kurzen Innovationszyklen. Hat man sich gerade an eine Innovation gewöhnt, ist diese bereits wieder überholt. Die Jugend steht unter Generalverdacht, diese Innovationen voranzutreiben. Eine stark vereinfachte Sichtweise. Tatsächlich gibt es eine Wechselbeziehung zwischen jung und alt, welche fast zufällig bestimmte Trends unterstützt und andere nicht. Wer älter ist, möchte gerne zeigen, dass er im Inneren jung geblieben ist, in dem er meist unreflektiert die Jugend kopiert. Diese fühlt sich hierdurch ihrerseits unter Druck gesetzt, innovativer zu sein. Denn, wer will schon unflexibler sein als die Alten?

Insbesondere im Europäischen Raum fand die gesellschaftspolitische Planung einer digitalen Gesellschaft nicht statt. Global akzeptierte Internetplattformen haben uns überrollt.
Diese wurden alle in den USA entwickelt, nicht etwa, weil hier besonders ausgereifte Software entsteht, sondern weil es in Amerika eine “trial and error“ Kultur der risikofreundlichen Kapitalgeber gibt. So wurden durch die Vielzahl von Versuchen ausreichend Nutzer freundliche Plattformen auf den Weltmarkt geworfen und durch die Masse der USA Produkte die Wahrscheinlichkeit signifikant erhöht, dass sich USA Produkte gegen Produkte aus anderen Länden durchsetzen.
Auch für die Kapitalgeber ging bisher diese Rechnung auf, da sie durch Risikostreuung am Erfolg der heutigen Online-Schwergewichte beteiligt sind. Das risikoscheue und somit innovationsfeindliche Europa hatte das Nachsehen.

Bereits von der ersten Stunde an trainiert, den shareholder value zu optimieren, wird auch in den US-Start-Ups selbst die “trial and error“ Kultur gepflegt und alles ausprobiert, was verspricht, Geld zu bringen. Gesellschaftspolitische Aspekte spielen nur eine Rolle, wenn es Massenproteste der Nutzer gibt. Bevor die Nutzer jedoch die Konsequenzen von Innovationen spüren, sind die Abhängigkeiten von diesen meist zu groß, um Veränderungen rückgängig zu machen.

Wir reden über gerade einmal gut 10 Jahre Verbreitung des Internets. Die Industrialisierung hat über 100 Jahre gedauert und unsere Gesellschaft radikal geändert. Was derzeit wahrgenommen wird, sind die technischen, jedoch erst zu einem sehr kleinen Teil die gesellschaftlichen Veränderungen. Unternehmen verlieren ihre Existenzberechtigung, wenn Freelancer sich selbst organisieren und spontan zu Produktionsnetzwerken zusammenschließen und die Marken der Zukunft Facebook, Google und Co. heißen, unter denen Firmen – wenn überhaupt – noch als Submarken zu finden sind.

Wer die Entwicklungen der letzten 10 Jahre auf die Zukunft überträgt, der muss sich fragen, ob dies auch nur annähernd noch mit den Vorstellungen einer sozialen Marktwirtschaft einhergeht. Geschäftsbeziehungen werden als kurzfristige „ein Klick weiter Beziehung“ eben abhängig von der Präsenz in den entsprechenden Plattformen,
„Global gerankte Massenware“ ersetzt die Vielfalt regionaler Hersteller. Nur wer all sein Know How online den Plattformen zur Verfügung stellt, wird online von diesen im Gegenzug wahrgenommen.

Das Rad lässt sich nicht mehr zurückdrehen. Die erfolgreichen Plattformen werden schon durch ihre schiere Omnipräsenz weiterhin erfolgreich sein, auch dann, wenn viele die Auswirkungen auf die Gesellschaft und sich persönlich nicht gut heißen können.

Es ist jedoch möglich, eine unter gesellschaftspolitischen Aspekten entwickelte Ergänzung am Weltmarkt zu etablieren. Wesentlich für den Erfolg ist ein Geschäftsmodell, welches die besten Onlinespezialisten weltweit in einem Synergienetzwerk am wirtschaftlichen Erfolg teilnehmen lässt. Ebenfalls wesentlich ist eine unabhängige Kontrollinstanz, welche über den Horizont des technisch Machbaren hinaus auch die hieraus resultierenden gesellschaftlichen Veränderungen im Auge behält.

Auf Basis der 10 jähriger Entwicklung des getTIME.net Instituts für Prozessoptimierung mbH werden sich nun über 1000 Netzwerke und Unternehmen zusammenschließen, um in einer bis zu 10 jährigen Vertragslaufzeit ein Trusted Web 4.0 zu entwickeln. Das Social Media Projekt www.getmysense.com bildet das Kernstück der Entwicklung.

Olaf Berberich

Mittelstand – nur noch im Synergienetzwerk eine Chance

Große Marktbereinigung- Für Webshops ohne Alleinstellungsmerkmal wird ein gutes Google-Ranking fast unmöglich .

Lange hat Google versucht, allen Anbietern gerecht zu werden. Jeder sollte eine Chance haben, einmal mit bestimmten Begriffen ganz oben zu sein.
Noch heute lebt eine ganze Branche von Suchmaschinenoptimierung.
Tatsächlich kann man jedoch nicht allen gerecht werden, wenn es nur einen ersten Platz gibt. Es ist zu begrüßen, dass Google jetzt dem ständigen Irreführen der Nutzer einen Riegel vorgeschoben hat.
Will man alle Anbieter bedienen, geht dies automatisch zu Lasten der Qualität für den Nutzer.

Mit unserem Schutzschirm wirst Du nicht nass!

Nicht zuletzt durch Social Media Projekte, welche durch Bewertungen und Empfehlungen im Netzwerk die Qualität erhöhen, ist Google gezwungen, qualitativ nachzuziehen.
Inzwischen ist fast jedes Unternehmen im Internet vertreten. Es bleibt Google nur, sich gemäß internen Qualitätskriterien auf einen Teil der Anbieter zu beschränken und diese an die erste Stelle der Suchergebnisse – nur diese wird vom Nutzer wahrgenommen – zu stellen.

Hierbei besteht die Gefahr, dass, verstärkt durch die Globalisierung, der Trend zur gerankten Massenware weitergeht und die Vielfalt verschwindet. Bereits bei Google erfolgreiche Unternehmen wie Ebay oder Amazon werden in Zukunft allein durch ihre Größe einen Vorteil haben und in immer mehr Bereichen Produkte und Dienstleistungen anbieten und andere verdrängen.

Der einzige Ausweg sind Synergienetzwerke, welche Google und anderen Onlinemultiplikatoren als Netzwerk eine hohe Qualität garantieren und ihren Mitgliedern in langfristigen Partnerschaften Alleinstellungsmerkmale innerhalb des Synergynetzwerks bieten.
Wir haben eine solche Entwicklung bereits vor Jahren vorausgesehen und deshalb getmysense als internationales mehrsprachiges Synergienetzwerk entwickelt.getmysense verbindet die Vorteile von Kundenbewertungen in einem Social Media Projekt mit höchsten Qualitätsansprüchen an die anbietenden Partner, welche jeweils für eine von ca. 1000 Kategorien verantwortlich zeichnen.
Gleichzeitig tritt getmysense nicht in Konkurrenz zu anderen Plattformen wie Facebook oder Google, sondern bildet ein Trusted Bindeglied zwischen diesen.

Olaf Berberich

Social Media – Das sind doch alles nur dumme Schafe!

Provokativ wollte es sein, Verhaltensforscher und Social Media Experte Marco Rolof auf der Veranstaltung Chancen und Risiken von Social Media für Unternehmen – am 10. Juli 2012 im Audi Zentrum Essen.

Provokativ war er und ließ so ziemlich keinen schlechten Scherz aus. Im Wesendlichen zeigte er, wie Menschen funktionieren und sich manipulieren lassen. Beeindruckend manipulierte er das gesamte Publikum, welches, nachdem es eine Dollarnote unter dem Sitz gefunden hatte, bereitwillig die nächste völlig unsinnige Bewegung mitmachte.
Er freute sich über die „Stasi-Methoden“ von Facebook, mit dem man die dummen Schafe, welche Konsumenten nun mal sind, optimal durchleuchten und bewerben kann.


Denkpause! Letzte Möglichkeit die Zukunft zu ändern!

Anscheinend finden es auch seine Kunden gut, wenn sie als Schafe beschimpft werden.

Konsequent war, dass der versprochene Livestream nicht funktionierte. „Aber Ihr könnt das ja von der Fanpage herunterladen“.
Als ich das versuchte, musste ich zuerst (als dummes Schaf) den „gefällt Dir“ Button drücken. Als ich das Video starten wollte, wurde ich von meinem Opera-Browser heftig gewarnt, die Seite sei unsicher und die Applikation versuche, meine Daten abzugreifen.
Ich habe dankend auf den Stream unter https://www.facebook.com/SocialMarketingFans?sk=app_394111157302860 verzichtet.

Rolof ist zumindest eins, er ist ehrlich und zeigt, dass sich die meisten Menschen gesellschaftlich nicht wirklich weiterentwickelt haben. „Brot und Spiele“ des alten Roms funktioniert heute noch genauso gut.

Warum sind wir dann nicht konsequent? Warum erlassen wir Gesetze zum Datenschutz, sprechen von der Zukunft unserer Kinder und tun so, als hätten wir irgendwelche Ziele oder Moralvorstellungen?

Reduzieren wir uns doch in Zukunft auf Einklickbeziehungen, vergeben wir Jobs an den, der sich am besten lächerlich machen kann oder die beste Sexshow abliefert.

Herrn Rolof ist nichts vorzuwerfen. Er hält uns allen einen Spiegel vor und verdient Geld mit unserer Dummheit.

Aber wollt Ihr das, was Ihr da seht, oder gibt es doch den ein oder anderen, der eher Interesse an vertrauensvollen rentablen Langfristbeziehungen hat, nach dem Motto: “Man sieht sich zweimal im Leben“. „Behandele andere (sogar Deine Kunden) so, wie Du selbst behandelt werden willst.“?

Facebook ist inzwischen ein Shareholder getriebenes Produkt, das alles umsetzt was geht -nicht mehr und nicht weniger.
Es liegt am User, wie er Facebook und das Internet benutzt. Ob er Schaf sein will, oder ob er Akteur wird. Mitbestimmen geht besser als je zuvor, wie dies die Aufstände in Afrika beweisen.
Es gab immer dumme Schafe und es wird sie auch in Zukunft geben, aber was mich persönlich aufregt, ist die Meinung bei vielen, die eigentlich qua Position nicht zu den Schafen gehören sollten, dass man mit nachhaltigen Produkten kein Geld verdienen kann und nur das schnelle Geschäft zum wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens führt.

Das Gegenteil ist der Fall. Nur wer einen nachhaltigen Mehrwert für den Nutzer/Kunden generiert, wird sich mittelfristig im Kampf um die Wertschöpfung behaupten können.
Sie glauben das nicht? Fordern Sie mich, ich trete gerne den Beweis an!

Olaf Berberich

Griechenland Krise am Beispiel von Kreta, Strukturwandel möglich?

Erfahrungsbericht als Urlauber im 5 Sterne Hotel Filion Suites, Bali

Zahlreiche Beiträge haben sich inzwischen Griechenland gewidmet. Vor der Schilderung tragischer Einzelschicksale, in denen Familien ihre Kinder der Führsorge übergeben, weil sie diese nicht mehr finanzieren können, bis zu nicht enden wollenden und von der Tourismusbranche gesponserten Beiträge nach dem Motto „ist alles nicht so schlimm“ findet sich alles.
Was fehlt, sind klare Vorschläge, wie ein Strukturwandel erfolgen soll. Ich möchte diesen Versuch für Kreta wagen.

Die Loesung! Nachhaltige Wertschoepfung fuer Sie!

Kreta ist mit seinen ca. 600.000 Einwohnern überschaubar (ca. 20.000 haben in den letzten Monaten die Insel verlassen). Hauptwirtschaftszweig ist der Fremdenverkehr. Sturkurwandel muss also wesentlich in dieser Branche stattfinden.
Ich selbst war bis zum 17.6.2012 zwei Wochen in Kreta und habe so als Urlauber Erfahrungen sammeln können.

Die Krise hat zu einem extremen Einbruch der Tourismusumsätze von über 50% in Vergleich zum Vorjahr in Kreta geführt. Nach meiner Überzeugung hätte es erhebliche Umsatzeinbrüche über einen längeren Zeitraum auch ohne das „Verschulden“ von Athen gegeben.
Man hat sich zu sehr auf die Marke Kreta als Selbstläufer verlassen, mit die Schönheit der Insel, dem zuverlässig guten Wetter und dem Status als Wiege Europas mit der aus 3000 vor Christus stammenden Minoischen Kultur als erster Hochkultur auf europäischem Boden.

Der Tourismus ist wohl der Bereich, welcher in den letzten Jahrhunderten dem geringsten Wandel unterworfen war. Die eigentliche Qualität des Produkts setzt sich aus zwei Teilen zusammen: der Schönheit der Natur, die dem Vermarkter als Geschenk in den Schoß fällt und dem Verständnis für die Bedürfnisse der Touristen.

In Zukunft wird jedoch auch der Tourismus flexibler werden müssen, um mit der Globalisierung mitzuhalten. Immer mehr Kunden buchen mehrfach im Jahr einen Kurzurlaub zu unterschiedlichen Reisezielen. Die internationalen Ansprüche an die Qualität steigen. Zudem werden ständig neue interessante Reiseziele etwa in Osteuropa erschlossen, die wie z.B. Kroatien auch auf viel Geschichte verweisen können.

Zu diesen harten Faktoren kommen weiche Faktoren wie die Stimmung und Menschlichkeit im Land dazu, welche wesentlich zum Wohlbefinden des Kunden beitragen.
Kunden buchen immer öfter online und informieren sich vorher in Kundenbewertungsportalen über einzelne Anbieter.

Meine Bestandsaufnahme der Situation in Kreta auf Grund eigener Erfahrungen fällt leider sehr negativ aus:

Die wichtigste Voraussetzung für den Strukturwandel ist Einsicht in die Notwendigkeit von Veränderungen. Bereits bei unserer Begrüßung durch den Reiseleiter im Hotel Filion stellte er klar: „Kreta hat nichts mit der Krise zu tun, schließlich werden 25% der Athener Einnahmen durch Kreta bestritten und die Griechen bluten uns mit ihren Forderungen aus. Im Übrigen läuft 2013 der Vertrag zwischen Kreta und Griechenland aus (stimmt) und man hat die Option unabhängig zu werden“. Anderen Kreter, denen ich später von dieser Unabhängigkeitsthese erzählt habe, wollten mir nicht glauben, dass ein Kreter das gesagt hat: “Das muss ein Türke gewesen sein!“

Leere Kassen vor der Hauptattraktion Kretas
Leere Kassen vor dem Minoischen Palast Knossós, der Hauptattraktion Kretas

Das Personal des Hotels war bemüht, hatte jedoch wohl nie eine Hotelfachschule besucht. Einfachste Zeichen wie Gabel und Messer zusammen oder auseinander waren nicht bekannt. Englische Begriffe wie „a bottle of water please“ wurden nicht von allen Kellnern verstanden. Eine Konversation über Details des Essens in Englisch wäre nicht möglich gewesen.

Das Zimmerpersonal stürmte einmal um 8.30 Uhr in den Raum und weckte uns so, obwohl das elektronische Zugangssystem sicher mitteilte, dass innen unsere Karte steckte.
Ein weiteres Mal baten wir um 5 Min. Geduld, man wischte trotzdem. Offensichtlich hatte man uns nicht verstanden. Selbst das „Bitte nicht stören Schild“ schütze nicht vor dem Eindringen des Reinigungspersonals.

Ich möchte dem Leser die ca. 40 weiteren Negativpunkte einer vollständigen Hotelbewertung ersparen. Verallgemeinernd lässt sich jedoch sagen, dass von schwarzen Schafen die eigene Gewinnmaximierung zu Kosten der Qualität betreiben, die Krise durch Schädigung des Images von Kreta verschärft wird. Am letzten Abend setze sich auf Grund der Diskussion mit anderen Gästen das Puzzle zusammen. Unsere Erfahrungen passten nicht zu den guten Bewertungen, welche wir über das Hotel gelesen hatten. Scheinbar war erst vor kurzem das gesamte griechische Personal gegen Albaner mit minimaler Erfahrung ausgetauscht worden.
Allen Gästen war klar, was es heißt, wenn trotz 22% Arbeitslosigkeit fast keine Griechen mehr beschäftigt werden. Alle hofften, dass zumindest ein 3 Sterne Service bis zum Ende des Urlaubs aufrechterhalten wurde. Viele fühlten sich unwohl, weil sie indirekt als Kunden selbst ungewollt in eine Ausbeuterrolle geschlüpft waren.

Wer sich nicht mit einem Strandurlaub zufrieden gibt, sondern wie ich 9 Tage mit gemietetem Auto durch das Land fährt, der wird damit konfrontiert, dass in Kreta vieles im Argen liegt. Am augenscheinlichsten sind die ca. 30% Rohbauten, welche überall zu sehen sind und wohl in absehbarer Zeit nicht fertig gestellt werden, entstanden aus der ungezügelten Gier eines Turbokapitalismus. Hierdurch wurde die Schönheit der Natur in Kreta bereits nachhaltig geschädigt.
Wer dann auch noch berücksichtigt, dass die Zahlung der Steuerschulden reichen würde, um die Schulden Griechenlands zu tilgen, der versteht schon viel von den Problemen Kretas.

Inzwischen unterteile ich die Kreter in drei Gruppen, die erste und meist einflussreichste Gruppe ist die der gierigen Besitzstandswahrern, welche auch in der Krise ohne jede Rücksichtnahme auf andere ihre Interessen durchsetzen.

Auch in Schulden treibende Politikern scheinen sich immer weniger an Regeln halten zu wollen und daran wird auch eine Europa freundlichen Wahl nichts ändern.

Als Beifahrer von Réthimnon nach Chaniá erlebte ich, wie die Fahrerin durch die Polizei mit Blaulicht ohne Martinshorn an einer Stelle, an der nicht überholt werden konnte, durch Auffahren und Hupen in Bedrängnis gebracht wurde. Sie hielt sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 70km/h. Als Überholen wieder möglich war, überholte die Polizei gefolgt von einem Konvoi mit mehreren Taxen mit erheblich überhöhter Geschwindigkeit. Die wohl darin sitzenden Politiker warfen uns wütende Blicke zu, da man Minuten ihrer wichtigen Zeit in Anspruch genommen hatte. Nach europäischem Recht ermöglicht das Blaulicht alleine nicht das Wegerecht. Die Polizei war den allgemeingültigen Verkehrsregeln unterworfen. Zu erwähnen bleibt in diesem Zusammenhang, dass seit 2007 Griechenland eine neue StVO mit den höchsten Bußgeldern in Europa eingeführt hat.

Die zweite Gruppe ist die der Abhängigen, welche in ihrem kleinen Einflussbereich das Verhalten der ersten Gruppe nachahmen.

In Réthimnon habe ich vor der Polizeihauptwache einen jungen Polizisten nach dem Weg gefragt. Dieses sprach kein Wort englisch und winkte mir, mitzukommen. Er führte mich in das Büro eines weiteren Beamten, der gerade auf Griechisch telefonierte.
Der Beamte schrie mich an „Sit down“. Als ich mich auf den Stuhl in der gezeigten Richtung setzen wollte, wurde er richtig wütend und brüllte wieder „sit down“. Er hatte wohl den Platz in der gleichen Richtung im Flur gemeint.
Eine inzwischen eingetroffene weitere Touristin und ich hielten es für besser, zu gehen, bevor er sein Telefonat beendet hatte.

Wenn nicht schnell und entschlossen mit einem guten Konzept der Krise Kretas entgegen gewirkt wird, dann wird sich Kreta von dieser Krise in absehbarer Zeit nicht mehr erholen.

Ist also ein Strukturwandel überhaupt möglich?
Ich meine ja. Denn es gibt auch noch eine dritte Gruppe, welche engagiert für die Maxime des alten Kretas kämpft:
Ich denke da an die resolute Buskartenverkäuferin in Bali, welche unermüdlich dafür sorgte, dass auf beiden Straßenseiten die Touristen in den Bus stiegen und das Gepäck richtig verstaut wurde. Zwischendurch beantwortete sie viele Fragen der Touristen in gutem Englisch, wie man es im kleinen Fischerdorf Bali nicht erwartet hätte.
Ich denke auch an Melody Garden, ein Restaurant in Réthimnon, wo der Besitzer erst uns in perfektem Deutsch, dann Engländer im fließenden Englisch und dann auch noch Franzosen in Französisch bediente. Wenn man genau hinschaute, konnte man jedoch die Sorgenfalten erkennen, wie bei den meisten Unternehmern in Réthimnon, deren Umsatzeinbruch nach meiner Einschätzung weit mehr als 50% betragen hat.

Auch wenn man immer wieder liest, dass die Kreter darauf bestehen, ihre Probleme alleine lösen zu wollen, kann ich mich nicht heraushalten.
Denn die Kreter, welche in der Presse wahrgenommen werden, sind meist eben solche Besitzstandswahrer, die keinen Millimeter von ihrer Position abzuweichen bereit sind und zwar insbesondere gegenüber den eigenen Landsleuten.
Natürlich können die Urlauber sich heraushalten und werden es auch bald tun, in dem sie nicht mehr kommen!

Auf Kreta ist bereits der Krieg der Generationen im Gang, welchen wir auch bekommen werden, wenn wir nicht frühzeitig über Lösungen nachdenken. Junge hoch qualifizierte Menschen bekommen oft nur dann einen Job, wenn sie kostenlos arbeiten. Sie machen dies, um überhaupt in das System herein zu kommen, ohne jedoch eine konkrete Perspektive zu haben.

In Kreta muss und kann der Strukturwandel von unten nach oben an den Besitzstandswahrern vorbei stattfinden. Hierzu bietet das Internet alle Möglichkeiten. Über ein Bewertungsportal, welches nicht nur Hotels bewertet, sondern alle Angebote, auch die Dienstleistungen öffentlicher Einrichtungen, kann die Marke Kreta erneuert werden und sogar Vorbildfunktion für andere Regionen übernehmen.
Wenn dieses Portal vielsprachig ist und sehr einfach allen zur Verfügung steht, werden die schwarzen Schafe ausgesondert und Leistungswillige aller Altersgruppen belohnt.

Nicht nur das Konzept existiert, sondern auch technisch ist ein solches Bewertungsportal kurzfristig innerhalb des weltweiten getmysense Netzwerkes von mir umsetzbar.

Mit der Zielsetzung Partner zu finden, habe ich zwei Ökonomie Professoren und das Sekretariat der University of Crete Rethymno vor meinem Urlaub angeschrieben und gebeten, mir einen Kontakt zu Studenten oder Absolventen der Universität herzustellen. Schließlich verbrachte ich meinen Urlaub nur 30 km entfernt.
Leider habe ich keinerlei Antwort erhalten, obwohl Kreta mit einem EU Etat für Digitale Konvergenz und Unternehmergeist in Höhe von 35 Mio für die Zeit von 2007 – 2013 ausgestattet ist, von dem wesentliche Beträge sicherlich auch der Universität zufließen. Es scheint auch hier kein Interesse zu bestehen, den Hochqualifizierten entsprechende Chancen einzuräumen.

Ich rufe deshalb jeden in Kreta auf, welcher an einem solchen Portal Interesse hat, direkt mit mir in englischer oder deutscher Sprache Kontakt aufzunehmen.

Olaf Berberich

Der Mittelstand als Motor im neuen Jahrzehnt

Liebe Leser des Mittelstandsblogs,

wieder ist ein Jahrzehnt vorbei. Vieles haben Einzelne, Unternehmer und die Politik sich 2000 zur Jahrtausendwende vorgenommen. Manches wurde erreicht, vieles nicht.

In unserer außengeleiteten Gesellschaft setzen sich immer mehr Entwicklungen evolutionär durch. Einzelne fühlen sich als kleiner Teil einer globalen Gesellschaft, überflutet von Informationen, die nur noch gefühlt als wahr oder unwahr gewertet werden.

Der Klimawandel ist unveränderlich oder der Klimawandel findet nicht statt. Wir haben eine Wirtschaftskrise oder es ist nur eine Bankenkrise. Es gibt eine Inflation oder keine Preissteigerung. Für die Schweinekrippe brauchen alle eine Impfung oder die Nebenwirkungen sind schlimmer als die Grippe.

Wir, der Mittelstand sind gefragt auch in Zukunft wichtige innovative Impulse zu setzen. Wer nichts riskiert, liegt 100% falsch. Wer Entscheidungen trifft und einen eingeschlagenen Weg hartnäckig verfolgt, hat eine über 50% Chance, richtig zu liegen. Wir sind es, die auch in Zukunft etwas bewegen. Wir sind es, die sich nicht vor den Karren der Lobbyisten spannen lassen, sondern unseren eigenen Weg gehen.

Will Politik in Zukunft erfolgreich sein, so sei ihr geraten, weniger nach den Strömungen im Fluss zu suchen und mehr ihren Kurs beizuhalten, ohne sich beeinflussen zu lassen. Nur an der Einhaltung ihrer Versprechen wird man sie messen.
25% Bürokratieabbau und Abbau von Subventionen hat die neue Regierung versprochen. Überbordende Bürokratie ist die Antwort auf den sich in unserer Gesellschaft ausbreitenden Fatalismus. Zur Fehlervermeidung werden Verantwortlichkeiten in Politik und Behörden solange zerlegt, bis Verantwortliche nicht mehr zu finden sind.
Hier können Politik und Behörden viel vom Mittelstand lernen. Noch einmal, wenn jede Regierung der aktuellen Lobbyisten-Strömung folgt, erreicht sie nichts und liegt 100% falsch.

Wie kann es sein, dass der Mann auf der Straße inzwischen genau weiß, was nötig wäre: keine unsinnigen Subventionen für Lobbyistengruppen, keine Neuverschuldung aber konsequenter Umweltschutz ohne Rücksicht auf einzelne Zielgruppen.
Wer Weihnachten durch die Einkaufsstraßen flanierte, erfreute sich der Wärme der Warmluftgebläse der Geschäfte mit offenen Türen. Warum schiebt man hier nicht einen Riegel vor. Ist die Warmluftgebläselobby zu stark? Wenn alle Türen zu wären, würde jedenfalls kein Kunde weniger kaufen. Es gibt viele Möglichkeiten ohne große Investitionsprogramme das Richtige zu tun.

Verändern wird sich etwas, wenn jeder Politiker und jeder Beamte an seinen nachhaltigen Erfolgen gemessen wird. Dies geht nur, wenn ihm diese Erfolge und in gleicher Weise auch Misserfolge eindeutig zugeordnet werden können.

Wir brauchen nicht mehr Geld, um die zukünftigen Herausforderungen zu bewältigen, wir brauchen nur ein wenig mehr Konsequenz.

Ich wünsche uns allen ein sehr erfolgreiches neues Jahr mit mehr klaren Regeln und klaren Zielen.

Ihr Olaf Berberich

Der Strukturwandel und NRW – Eine Bestandsaufnahme am Beispiel von Kamp-Lintfort

Der Strukturwandel und NRW haben eine ambivalente Beziehung.
Ausgefochten wird der Strukturwandel vor allem im Ruhrgebiet.
Seit Jahrzehnten kämpfen Besitzstandwahrer mit fast allen Mitteln im Ruhrgebiet als größtem Verbund in NRW dafür, dass alles beim Alten bleibt.
Langsam, viel zu langsam setzen sich die Innovativen durch und kämpfen für ein internationales Image als Medien- und IT-Standort .

Das FTK in Dortmund hat wesentlich dazu beigetragen, dass insbesondere mittelstädische Unternehmer der Region sich permanent weiterbilden und vernetzen können. So war auch wieder der Tag der Informations- und Kommunikationswirtschaft Nordrhein-Westfalen am 16. November 2009 in Essen mit rund 300 Teilnehmern ein voller Erfolg.

Die Cenalo GmbH –nach Angaben auf der Website ein Unternehmen mit 5 Mitarbeitern – wurde von den Veranstaltungsteilnehmern zum Sieger des IKT.NRW Innovationspreises gewählt.
Kleine Unternehmen wie Cenalo sind es, die wendig und innovativ genug sind, um auch in 2009 Arbeitsplätze zu sichern.
Hingegen stieß der Beitrag von Prof. Dr. Ingo Wolff (IMST GmbH, Kamp-Lintfort) bei vielen Veranstaltungsteilnehmern auf Unverständnis. Er verglich den Verwaltungsaufwand für eine Förderung mit öffentlichen Mitteln beim Bund mit dem Aufwand bei der Abrechung von Landesmitteln. Während sich der Bund bei einer Förderung von 500.000,- Euro mit einem Testat eines Wirtschaftsprüfers zufrieden gibt, verlangt das Land NRW einen dicken Ordner voll mit Originalbelegen für eine Fördersumme von 200.000,- Euro.
Viele Veranstaltungsteilnehmer aus dem Mittelstand würden gerne für 200.000,- Euro den entsprechenden Verwaltungsaufwand betreiben, wenn sie das Know How hätten, entsprechend einfach wie der Großsubventionsempfänger IMST an öffentliche Mittel zu gelangen.
Hier muss die Frage erlaubt sein, warum ein erfolgreiches international tätiges Institut wie das IMST überhaupt weiter Regionalmittel erhalten muss? Reicht es nicht, wenn Bundes- und EU-Mittel die internationale Vernetzung des IMST mit anderen Forschungseinrichtungen fördern?

Über Jahrzehnte wurden an die strukturschwache Stadt Kamp-Lintfort von der SPD-Regierung bevorzugt Subventionen vergeben. Leider hat sich die Region immer wieder wandelresistent gezeigt.

Die Stadt Kamp-Lintfort sah 2001 tatenlos zu, wie die Deutschland weit anerkannte Führungsschmiede GraTeach Gesellschaft für Forschungs- und Qualifizierungskonzepte für neue Medien mbH nach 10 Jahren erfolgreicher Arbeit in eine von Wettbewerbern inszenierte völlig unnötige Insolvenz getrieben wurde. Diesen gefiel nicht, dass bei GraTeach ein durch Projektarbeit in Qualifizierungen wirtschaftlich tragfähiges Konzept entstand, welches zum Ziel hatte, sich vom öffentlichen Fördertopf abzunabeln.
Ca. 300 Absolventen tragen heute oft in der Funktion als Geschäftsführer zur Weiterentwicklung der deutschen Multimediabranche bei. Kamp-Lintfort profitierte nicht, da zahlreiche aus GraTeach hervorgegangene Existenzgründungen sich nicht in Kamp-Lintfort ansiedeln konnten, weil es schlichtweg keine Räumlichkeiten zu mieten gab.

Seit 2001 wurden die meisten Regional-Mittel der RAG-Bildung zugesprochen, die nicht gerade für innovative Konzepte steht.
Viele kluge Köpfe hat man aus der Region mit Ignoranz und Unverständnis vertrieben.
So wundert es nicht, wenn 2007 der Wettbewerb T-City mit einem Etat von 150.000.000,– Euro trotz Benq-Mitleidsbonus nicht nach Kamp-Lintfort sondern nach Friedrichshafen gegangen ist.

Seit 20 Jahren weiß man in Kamp-Lintfort, dass es mit der Kohle nicht weitergeht.
Vordergründiger Aktionismus hat lange über die Konzeptlosigkeit und fehlende Langfriststrategie hinweggetäuscht. Vorhandene Konzepte wurden boykottiert.
Nun soll also am 31.12.2012 als letzte Zeche die in Kamp-Lintfort schließen.

Es wird bei einer schrumpfenden Anzahl von Deutschen und zunehmenden Urbanisierung Landstriche geben, welche ihre Wirtschaftskraft verlieren. Kamp-Lintfort gehört definitiv dazu.
Als Ableger der Klever Fachhochschule 50 Studenten in Kamp-Lintfort studieren zu lassen, zeigt, wie hilflos die Versuche sind, zu retten, was vor 10 Jahren noch zu retten war.

1997 weigerten sich die Verkehrsbetriebe wegen fehlender Wirtschaftlichkeit eine weitere Bushaltestelle für den Technologiepark Dieprahm einzurichten. Bis heute gibt es diese nicht. Statt dessen träumt man im neuen Masterplan von einem eigenen Kopfbahnhof auf dem Zechengelände. Welche Wirtschaftskraft soll die Bahn AG denn bewegen, hier eine Anbindung herzustellen? Oder sollen hier wieder sinnlos Steuergelder verwendet werden?

Es bleibt zu hoffen, dass die Landesregierung NRW nicht erneut schwach wird und unwirtschaftlichen Investitionen noch mehr verlorenes Geld hinterher wirft. Es gibt viele Initiativen in NRW, die aus wenig Geld viele Arbeitsplätze schaffen können.
Die Wirtschaftskrise überwinden wir mit Hilfe zur nachhaltigen Selbsthilfe zusammen mit den Regionen, die ihre Bereitschaft zum Wandel in der Vergangenheit bewiesen haben.

O. Berberich, Gründer der GraTeach GmbH , Kamp-Lintfort