Demokratie: Wer bisher gemahnt hat, muss etwas tun, sonst geht es ihm an den Kragen!

Das dritte Wochenende im Januar 2017 war ein denkwürdiges Wochenende für die Welt und ein surreales Wochenende für mich.
Gedopt mit Schmerztabletten, um die Begleiterscheinungen einer starken Erkältung im Griff zu halten, wechselte ich zwischen Schlafversuchen, Feeds lesen und der Amazon Serie „The Man in the High Castle“ siehe http://www.zeit.de/kultur/film/2015-11/the-man-in-the-high-castle-serie-amazon .

In der Serie hat Hitler den Krieg gewonnen. Verschiedene Realitäten treffen aufeinander. Die Protagonisten treten mutig für ihre Einstellungen ein. Selbst die Bösen handeln aus ihrer Perspektive nachvollziehbar.

In meinem erkältungsgeschwängerten Wattekopf vermischen sich diese Realitäten mit den Feed-Inhalten. In der Türkei wird eine 140 Jahre andauernde Demokratie ausgerechnet zu Gunsten einer der syrischen ähnelnden Verfassung aufgegeben, siehe http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-01/tuerkei-recep-tayyip-erdogan-syrien-vorbild-demokratie-zerstoerung .
Die Türkei ist ein Land mit freundlichen Menschen, in dem ich noch vor wenigen Jahren gerne Urlaub gemacht habe.

Dann ist da noch der gerade vereidigte neue Präsident der USA Trump, der sich nach Aussage von DIE ZEIT zu Diktatoren hingezogen fühlt, siehe http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-01/donald-trump-mittlerer-osten-einfluss-syrien-aegypten-wladimir-putin/seite-2 . Jedenfalls kann bezweifelt werden, dass er ein Vorreiter für den Erhalt der Demokratie sein wird.
Beide Regierungsführer habe die Macht durch erhebliche Manipulationen im Internet erhalten.

Aber auch die persönlichen Einschläge kommen wieder näher. Nach über 15 Jahren im gefühlten Widerstand, habe ich die letzten 2 Jahre Ruhe wirklich genossen.

In einem Gespräch mit einem Geschäftspartner erfuhr ich dann letzte Woche, dass er in der ganz normalen Google Suche bei Eingabe von „GraTeach“ einen mir wohlbekannten Link vom 10.07.2001 gefunden hätte. Hierbei werden aus dem Zusammenhang genommen – einen negativen Eindruck über meine Person erweckend – Behauptungen aufgestellt. Mit Schreiben vom 31.05.2016 hatte mir der zuständige Datenschutzbeauftragte versichert, dass Google sowohl in der europäischen als auch der außereuropäischen Suche den Link entfernt hätte.
Tatsächlich kann ich bei Google einen solchen Link auch nicht finden. Vielmehr werden mir in allen erwarteten Bereichen gute Suchergebnisse dargestellt, siehe GraTeach ,Olaf Berberich, Trusted Web 4, Der Bauplan, GISAD.
Am Sonntagmorgen schaute ich mit noch immer dumpfem Erkältungskopf aus dem Fenster. Es war ein wunderschöner Tag. Keine einzige Wolke verdeckte den tiefblauen Himmel. Intensiv suchte ich danach, ob es nicht doch einen Abriss im digitalen Farbverlauf gab oder trotz hoher Auflösung Pixel zu erkennen waren. „Das kann doch nicht meine Realität sein!“

In den letzten Monaten habe ich als Blogger wie jeder Journalist erwogen, das Wort Google möglichst nicht auf die Tastatur zu nehmen. Schließlich weiß jeder Schreiberling, dass er im digitalen Zeitalter zur Bedeutungslosigkeit verdammt ist, wenn er bei Google nicht mehr gelistet ist.
Wie lächerlich, ich habe mir tatsächlich eingebildet, dass andere auch die gleichen Ergebnisse sehen können, wie ich. Nun muss ich davon ausgehen, dass Google mir und jedem, der annähernd gesellschaftlich gefährlich genug scheint, vorgaukelt, im Internet so dargestellt zu werden, wie es gar nicht der Wirklichkeit entspricht. Das würde jedoch auch bedeuten, alles was ich mache, wie über Opera VPN ins Internet zu gehen, Standortanfragen nicht zuzulassen, Browserverläufe und Cookies automatisch zu löschen, über Startpage anonym zu suchen, nutzt nichts. Google weiß immer, wenn ich es bin. Selbst wenn ich mit einem anderen Browser oder Device suche, oder meine Frau auf ihrem PC das tut. Die Alternative erscheint mir auch nicht weniger gruselig. Das würde nämlich bedeuten, Google weiß, mit wem ich spreche und boykottiert gezielt die Gespräche. Tatsächlich kamen in den letzten Jahren aus für mich nicht nachvollziehbaren Gründen im letzten Moment Partnerschaften nicht zustande. Die wenigsten sprechen darüber!

Ich habe große Sehnsucht danach, mich wieder in die Amazon Serie zu verkriechen. Da geht es zwar nicht so gewaltfrei zu, wie in dem, was da meine echte Realität zu sein scheint, aber die Motive und Taten der Akteure sind nachvollziehbar und letztendlich gewinnen die Guten.

Wenn meine Analyse nicht einer Fieberphantasie entspringt, sondern für Sie logisch erscheint, dann sollten Sie sich fragen, ob Sie es sich wirklich weiter auf Ihrem Sofa gemütlich machen sollten.

Gerade die spreche ich an, die meinen, sich nichts vorwerfen zu müssen, weil sie sich ja nur in dem Rahmen von gefühlt fehlenden Konsequenzen kritisch über die Entwicklungen äußern.
Die Zeiten des Redens sind vorbei. Es wird Zeit, zu handeln. Denn alle, die auch nur auf Probleme hingewiesen haben, laufen sonst Gefahr, wenn bei uns der Falsche das Ruder übernimmt, aus dem Amt geschmissen zu werden, ihre Rente zu verlieren oder auch nur einen schlechten Score-Wert zu erhalten, weil Sie sich von 10 Jahren einmal kritisch geäußert haben. Die Türkei macht gerade vor, wie es geht. Im schlimmsten Fall fährt dann Ihr autonomes Auto mit Vollgas gegen die Wand, weil ein Algorithmus Sie als Gefährder eingestuft hat.

Sie müssen nicht auf die Straße gehen und demonstrieren.
Aber lassen Sie keine kriminelle Gerätevereinigung in Ihr Haus. Genau das sind Haushaltsgeräte und Schalter, die permanent mit dem Internet verbunden sind und als Botnetze missbraucht werden können. Verweigern Sie sich nicht stumm, sondern sagen Sie den Herstellern, warum Sie nicht kaufen und wann Sie kaufen würden. Das gleiche gilt auch für Trackingbänder, permanente Einstellung von GPS auf dem Smartphone, etc..

Schicken Sie Ihre wichtigen Informationen wieder mit der Post. Verzichten Sie auf den Absender und damit auf ein wichtiges Merkmal, um Briefe abzufangen. Schreiben Sie Briefe auf einem vom Internet entnetzten Computer.
Lassen Sie sich nicht von News aus unsicheren Quellen beeinflussen! Vertrauen Sie mehr Ihrem Bauchgefühl, als dem was schwarz auf weiß digital generiert wurde. Und notfalls, wenn Sie unsicher sind, führen Sie ein persönliches Gespräch mit jemand, dem Sie vertrauen.

Teilen Sie selbst diesen und ähnliche Artikel mit Ihren Freunden! Verlassen Sie sich nicht auf die Presse, Social Media oder Suchmaschinen.

Melden Sie sich laut bei der Politik zu Wort. Fordern Sie vom ehemaligen EU-Parlamentspräsident Martin Schulz ein, dass er dem Vorschlag der Charta der digitalen Grundrechte auch Taten folgen lässt.
Verschieben Sie es nicht, denn vielleicht läutet die nächste Wahl schon das Ende der Demokratie ein!

Olaf Berberich

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